Ermittlern des Polizeireviers Bautzen ist es Mitte August gelungen, einen mutmaßlichen Tierquäler zu überführen.
Was war geschehen?
In einem Dorf bei Bautzen entdeckten aufmerksame Anwohner einen stark abgemagerten und verwahrlosten Hund. Sie fingen den Vierbeiner ein und brachten ihn ins Tierheim nach Bloaschütz. Dort folgte der Schock: Ein Röntgenbild zeigte, dass jemand mehrfach auf das Tier geschossen hatte. Insgesamt 42 Diabolos steckten im Kopf und Körper des Schäferhund-Mischlings.
Mehrere Operationen waren notwendig, um die Geschosse zu entfernen. Viele Diabolos saßen tief in Knochen und Muskeln, was den Eingriff für Tierärzte besonders schwierig machte.
Tatverdächtiger ermittelt
Der Kriminaldienst des Polizeireviers Bautzen nahm die Ermittlungen auf. Schon bald geriet ein 48-jähriger Deutscher in den Fokus. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchten Einsatzkräfte Mitte August die Wohnung des Mannes. Dabei stellten sie das mutmaßlich verwendete Luftdruckgewehr sicher. Der Beschuldigte muss sich nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten.
Neues Zuhause für „Keks“
Trotz seiner schweren Verletzungen hat der Hund überlebt. Eine Mitarbeiterin des Tierheims nahm den Schäferhund-Mischling bei sich auf und gab ihm den Namen „Keks“. Heute geht es dem Tier deutlich besser – es genießt den liebevollen Umgang und ein sicheres Zuhause.


